Doku-Empfehlung: „Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte“ und: „Unser täglich Gift“

Es hat mal wieder nichts mit Essen zu tun, aber nachdem der Schäuble ja gerade in Griechenland war und erzählt hat, dass ein Schuldenschnitt nicht in Frage kommt, möchte ich hier kurz auf die Dokumentation „Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte“ verweisen, die letztens, natürlich zu unmenschlicher Stunde, in der ARD ausgestrahlt wurde. Das sind 45 Minuten sinnvoll investierte Zeit, in der man lernt, dass Deutschland quasi nur deshalb zur Wirtschaftsmacht aufsteigen konnte, weil ihnen 1953 nach dem Krieg die Hälfte aller Schulden (u.a. von Griechenland) erlassen wurde und Länder auf ihre Reparationsansprüche verzichteten. Zudem lernt man auch, dass der viel gepriesene Marshallplan nach dem Krieg nicht so bedeutend war, wie mir das noch in der Schule beigebracht wurde. Leider werden solche Dokumentationen wohl nie von solchen Leuten gesehen, die gleichzeitig in der Bild das Gebrabbel über die faulen Griechen lesen.

Und folgende Dokumentation empfehle ich euch auch noch, wieder mit Bezug zum Essen: „Unser täglich Gift„, ist schon älter, wurde aber am Dienstag noch wieder auf Arte ausgestrahlt und vielleicht gibt es Personen, die sie noch nicht gesehen haben. Wenn ihr die Doku auf Arte+7 nicht mehr sehen könnt, es gibt sie auch auf Youtube.

Arte selbst schreibt folgendes zur Dokumentation:
„Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden. Und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A (BPA) wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.“

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