Doku-Empfehlung: Das gerechte Hemd – Indiens Bio-Baumwolle

Heute empfehle ich euch eine gerade einmal 30-minütige Einstiegs-Dokumentation zum Thema (faire) Baumwolle:
Das gerechte Hemd – Indiens Bio-Baumwolle
In diesem Jahr sind ja „dank“ des Rana Plaza Einsturzes im April in Bangladesch viele Informationen über die Bedingungen in den Textilfabriken in den Mittelpunkt der Medienlandschaft gerückt (wobei das meiste davon ein halbes Jahr später ja schon wieder vergessen ist), aber selten erfährt man eigentlich etwas über die Stoffe, mit denen dann in den Fabriken gearbeitet wird, wo kommen die eigentlich her? Wenn sie auf dem Feld wachsen, müssen die Pflanzen ja wie Lebensmittel auch irgendwie produziert und geerntet werden. Die meisten denken doch, sie würden mit „100% Baumwolle“ ein irgendwie gutes „Naturprodukt“ kaufen. Ich will (hier) jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben, wieso das sicher nicht so ist, aber die Dokumentation kann einen zumindest ein Bisschen mit dem Thema vertraut machen und zeigen, warum faire (Bio-)Baumwolle zu kaufen Sinn hat und ist dabei aber durchaus auch den Preisen der fairen Kleidung gegenüber skeptisch, die in Europa dann dafür verlangt werden. In den letzten 5 Minuten wird zum Beispiel eine Fabrik gezeigt, die den NäherInnen 15-20% mehr Lohn als dem Durchschnitt bezahlt und die ihre Tshirts dann für 2-3€ verkauft. Faire Tshirts (mit Druck) kriegt man hier meistens nicht unter 30€. Wieso ist das so? Falls sich da jemand auskennt, ich würde mich sehr über Informationen zum Thema freuen (da wären ja Kommentare unter den Artikeln sinnvoll, aber vielleicht kann man mir dann einfach eine Mail an rezeptepenny [at] gmx [punkt] net schicken).
Diese und andere Dokumentationen verlinke ich auch auf Interessantes.

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