Wraps gefüllt mit Süßkartoffeln

Kumara Wraps

Die letzten beiden Tage unseres NeuseelandUrlaubs verbrachten wir in Wellington und gingen dort beide Tage ins Kapai, um dort lecker regional, biologisch und fair zu ebenfalls absolut fairen Preisen zu essen. Dort aßen wir äußerst leckere Wraps gefüllt mit roasted kumara (im Ofen geröstete Süßkartoffeln), Tomaten, Feta, Cashews, Koriander und Rucola, Wraps mit Falafeln und cottage cheese, normale Pommes, Süßkartoffelpommes… und die Wraps mit Süßkartoffel-Füllung wollte ich jetzt endlich ausprobieren. Leider ist es hier heute in Strömen am regnen und für Bio Salat hätte ich 5 Minuten mit dem Fahrrad durch den Regen fahren müssen… deshalb wurde auf den verzichtet, trotzdem waren die Wraps sehr lecker und wir sind gut abgefüllt.

Für 2 Personen

Für den Wrap-Teig (von Chefkoch):
200g Mehl
4 EL Sonnenblumenöl
1 TL Salz
100ml Wasser

Für die Süßkartoffeln:
ca. 450g Süßkartoffeln
3 EL Olivenöl
Thymian, Rosmarin, Pfeffer

Sonstige Füllung:
4 EL Natur-Joghurt
Petersilie
2 kleine Knoblauchzehen
4 Cocktail-Tomaten
Etwas Porree-Grün
1 Hand voll Cashews
50g Mozzarella
2 in Kräuteröl eingelegte Ziegenkäsebällchen (oder bisschen Feta)
Wenn vorhanden: Rucola, Feldsalat, sonstiger Salat
Salz, Pfeffer

Für die Wraps die Zutaten mit den Knethaken des Handrührgeräts zu einem glatten Teig verarbeiten, dann noch auf der Arbeitsfläche noch ein bisschen mit den Händen bearbeiten und wenn er schön geschmeidig ist, in eine Schüssel geben und den Teig darin abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Für die Süßkartoffeln die Süßkartoffeln schälen und in dünne Pommes schneiden, in einen Gefrier- oder Butterbrotsbeutel geben, das Öl und die Kräuter dazu geben, den Beutel gut verschließen und alles gut schütteln, sodass sich das Öl und die Kräuter überall verteilen. Das ganze dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im auf 200° vorgeheizten Backofen (Ober-/ Unterhitze) ca. 20-25 Minuten backen.

Den Joghurt mit Petersilie und gepressten Knoblauchzehen verrühren. Cashews in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten. Das grüne vom Porree in Olivenöl kurz für 1-2 Minuten andünsten. Die Tomaten in Scheiben, den Mozzarella und die Ziegenkäsebällchen in kleine Stücke schneiden.

Die Wraps in 4 Teile teilen, diese auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit einer Teigrolle kurz platt rollen, danach aber eher mit gut bemehlten Händen den Teig weiter bearbeiten, sodass man etwa pfannengroße, dünne Wraps erhält und diese in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze ca. 30 Sekunden pro Seite backen kann. Nachdem das meine ersten selbstgemachten Wraps waren, hatte ich hier nämlich erst meine Probleme, weil ich die schön kreisrunden platten Teiglinge nicht mehr von der Arbeitsfläche runter bekam. Die fertigen Wraps direkt nach dem backen in ein feuchtes Trockentuch legen, sodass sie nicht brüchig werden.

Wenn alles fertig ist, die Wraps mit dem Joghurt bestreichen, alles an Füllung rein, salzen, pfeffern, soweit wie eben möglich aufrollen und fertig.

Birnen-Schoko-Espresso-Kuchen mit Schoko-Baiser

Schoko-Birne-Baiser

Schoko-Birne-Baiser 2

Schoko-Birne-Baiser 3

Das Originalrezept wurde von mir auf eine kleine Tortenform umgeändert, und ich habe den Zucker reduziert und eingelegte, statt frische Birnen verwendet. Für eine große Form die Zutaten einfach verdoppeln (und ich empfehle dann auch tatsächlich 4 Eier, statt 3 wie im Original)

Für den Kuchen:
75g Mehl
1 TL Kakaopulver
1 Prise Salz
50g Zartbitterschokolade
50g Butter
100ml Espresso
2 kleine Eier
45g Zucker (wenn man frische Birnen verwendet, würde ich ca. die doppelte Menge Zucker nehmen)
3g Vanillepulver
300g Birnen (nachdem man sie hat abtropfen lassen)

Für das Schoko-Baiser:
1 Eiweiß
40g Zucker
25g Zartbitterschokolade

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für den Kuchen das Mehl mit dem Kakao und einer Prise Salz mischen und beiseite stellen.
Die Schokolade mit der Butter und dem Espresso in einem Topf auf dem Herd auf niedriger Stufe schmelzen, glatt rühren und abkühlen lassen.
Die Eier mit Zucker und Vanille in 2-3 Minuten schaumig schlagen. Die Schoko-Butter-Espresso-Mischung zur Eiermasse gießen und auf niedrigster Stufe unterrühren (dabei aufpassen, dass die Schoko-Mischung wirklich ausreichend abgekühlt ist und ca. die gleiche Temperatur hat, wie die Eiermasse, damit die Eier nicht gerinnen). Die Mehl-Mischung darauf sieben und ebenfalls auf niedrigster Stufe unterrühren.
Die Masse in eine kleine, mit Backpapier belegte und dem Rand befettete Springform gießen, die abgetropften Birnen in den Teig drücken und das ganze jetzt für 20 Minuten in den Backofen schieben.

In der Zwischenzeit das Eiweiß steif schlagen, dann den Zucker einrühren und solange weiter rühren, bis die Eiweißmasse schön cremig ist. Die 25g Schokolade schmelzen.

Nach Ablauf der 20 Minuten den Kuchen aus dem Herd holen, das Eiweiß vorsichtig auf dem Kuchen verteilen, zum Rand ca. 1-2cm frei lassen, dabei versuchen, mit einer Gabel kleine Spitzen zu formen. Die geschmolzene Schokolade darüber gießen und mit der Gabel Marmormuster ziehen.

Den Kuchen wieder in den heißen Backofen schieben und weitere 20-25 Minuten backen.
Danach aus dem Herd holen und in der Springform ca. eine Stunde lang abkühlen lassen. Mit einem Messer um den Kuchen herum fahren, die Springform lösen und vollständig erkalten lassen.

Kürbis-Focaccia mit Oliven und Salbei

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Für 4 Personen, minimal abgeändert von www.veggi.es
Mal wieder ein Rezept super für Leute, die total gerne Kürbis sehen, ihn aber nicht über alle Maßen mögen, hier schmeckt er super!

Für den Teig:
300g Mehl Type 550
50g Vollkornmehl
250ml lauwarmes Wasser
21g frische Hefe
1TL Agavendicksaft
1TL Salz
5 TL Kürbiskerne grob gehackt
1 EL Olivenöl

Für den Belag:
100g Tofu natur
3 EL Sesamöl
1 EL Sojasauce
Chiliflocken
150-180g Hokkaido Kürbis
10 getrocknete schwarze Oliven
ca. 4EL getrockneter Salbei
Etwas Rosmarin und Thymian
Insg. 6 EL Olivenöl
Meersalz
1-2 EL Kürbiskerne

Für den Teig alle Zutaten miteinander vermischen und mit der Küchenmaschine zu einem glatten, nicht klebrigen Teig verarbeiten (dafür evtl. noch etwas mehr normales Mehl hinzugeben). Für Menschen ohne Küchenmaschine: Im oben verlinkten Originalrezept wird beschrieben, wie man den Teig auch per Hand schön hinkriegt. Den Teig in der Schüssel abgedeckt mindestens 45-60 Minuten gehen lassen (bei mir ca. 1,5h).

In der Zwischenzeit den Kürbis entkernen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Die Kürbisscheiben in eine Schüssel geben, mit 2 EL Olivenöl beträufeln, eine Prise Salz und Chiliflocken darüber streuen und zur Seite stellen.
Den Tofu in kleine Würfel schneiden. Sesamöl auf ca. 100° erhitzen, den Tofu und ca. 2 EL getrockneten Salbei ca. 4 Minuten darin anbraten, dann einen Esslöffel Sojasauce dazu geben und weitere 4 Minuten braten. Zur Seite stellen.
Die Oliven entkernen und in dünne Streifen schneiden.

Den Herd auf 210° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Wenn der Teig sein Volumen mindestens verdoppelt hat, wird er auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmal kurz per Hand durchgeknetet und dann recht dünn ausgerollt, am Rand den Teig aber etwas dicker lassen. (Evtl. werde ich den Teig nächstes Mal in 2 Portionen teilen und auf 2 Bleche aufteilen und diese dann nacheinander backen. Mir ist der Teig im Backofen noch ziemlich krass aufgegangen und war dann stellenweise recht dick.) Den Teig dann also auf ein oder zwei mit Backpapier belegte Backbleche geben, ca. 4 EL Olivenöl darauf verstreichen. Die Kürbisspalten darauf verteilen, die Kürbiswürfel und die Oliven darüber geben, den restlichen Salbei, Thymian und Rosmarin darüber streuen und die restlichen Kürbiskerne darauf verteilen.
Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen, bis der Rand ganz leicht golden wird.

Mitbringsel

Mitbringsel

Die Eltern waren da und haben Kürbis, Kohlrabi, Salat, Tomaten und Kräuter aus dem eigenen Garten mitgebracht (das meiste ist schon lange in unseren Mägen gelandet) und zusätzlich noch selbst gemachte Marmelade und viieele Gläser Beeren, Birnen und sonstiges Obst aus entweder dem eigenen Garten, den Gärten von Bekannten und Verwandten oder selbst gesucht in der näheren Umgebung. Das wollte unbedingt noch dokumentiert werden, bevor der Kürbis nachher auf einer Kürbis-Focaccia landet, die Birnen demnächst in einem Birnen-Schokoladenkuchen, die Obstmischung im Joghurt, die Beeren über Eis und so weiter. Ich fands einfach schön : ) Danke, Eltern!
Und auch danke an T. für die Preiselbeer-Ingwer-Marmelade, die hat sich heute morgen wieder gut auf meinem Frühstücks-Brötchen gemacht (und steht „leider“ offen im Kühlschrank und hat es daher nicht mit auf das Bild geschafft).