Doku-Empfehlung: „Unser Deutschland – Zwei Syrer auf Winterreise“

Schon wieder kein neues Rezept!

Dafür eine DRINGENDE Empfehlung für eine ganz wunderbare Dokumentation über zwei syrische Flüchtlinge, die sich, von einem Kamerateam begleitet, Deutschland ansehen. Sie besteht aus zwei Teilen und dauert insgesamt 1,5 Stunden aber sie ist jede Minute wert!

Zu sehen in der 3Sat Mediathek. Teil 1 und Teil 2.

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Doku-Empfehlung: Gefährliche Geheimnisse – Wie USA und EU den Freihandel planen

Letzten Donnerstag lief eine schöne Doku über das (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU, wo gezeigt wird, welchen Interessen es wirklich dient, welche Folgen es für die Verbraucher hat und wie Konzerne zukünftig Staaten auf entgangene erwartete Gewinne verklagen könnten. Das ganze Video dazu findet ihr auf 3Sat. Wem das Video zu lang ist (44 Min), der kann sich bei Attac über ein kurzes 4-Minuten-Video informieren, zusätzlich gibt es da jede Menge schriftliche Informationen.

Doku-Empfehlung: Frisch auf den Müll

In der Dokumentation „Frisch auf den Müll – Die globale Lebensmittelverschwendung“ geht es um die Mengen an Lebensmitteln, die weggeworfen wird bevor sie überhaupt in den Supermarkt kommt, die von den Supermärkten aussortiert und von uns Verbrauchern weggeworfen wird. Ich verlinke die Dokumentation vor allem deshalb, weil es darin kurz um die Community Supported Aggriculture (CSA) in den USA geht, bei uns auch Solidarische Landwirtschaft genannt, die auch bei uns immer häufiger wird und trotzdem relativ unbekannt ist. Es gibt unterschiedliche Ausformungen von CSA, in der Regel läuft das so ab, dass sich ein Bauer mit einer gewissen Anzahl an Konsumenten zusammen tut, der Bauer seine geschätzten Jahresausgaben für Land, Maschinen, Düngemittel, Arbeitskraft etc. aufstellt und dieser Betrag dann anteilsmäßig von den Konsumentinnen im Voraus an den Bauern gezahlt wird, die dafür dann die Ernte unter sich aufteilen können.

Für den Bauern ergibt sich daraus die Sicherheit, dass er seine Produkte los wird, dass auch Ernteausfälle von der Gemeinschaft mitgetragen werden etc.
Für die Kunden ergibt sich die Gewissheit um die Herkunft der Lebensmittel und um die faire Entlohnung des Bauern, je nach Arrangement können die Kunden auch Einfluss darauf nehmen, welches Gemüse in welcher Menge und wie angebaut wird etc.

Eine Auflistung von CSA-Betrieben in Österreich findet ihr hier, in dem Wiki gibt es auch noch mehr Informationen zum Thema.
Eine Auflistung für Deutschland mit ganz vielen Informationen dazu gibt es hier.

Doku-Empfehlung: Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Am Dienstag lief auf Phoenix eine spannende Dokumentation zum Thema Pestizide (speziell: Glyphosat), wie deren Einsatz negativ auf das Ökosystem wirkt, die damit arbeitenden Bauern krank macht und letztlich auch bei uns im Essen landet. Und da hilft es auch nichts, wenn man „ja eh schon nur Produkte aus der Region kauft“. Obwohl Glyphosat in Österreich beispielsweise längst verboten ist, werden in Deutschland weiterhin jährlich 5.000 Tonnen davon versprüht. Fazit: Kauft Bio-Produkte.

Informationen zur Sendung unter: Phoenix.
Die Sendung online ansehen auf: Youtube.

Und in dem Zusammenhang natürlich immer wieder empfehlenswert: Monsanto – Mit Gift und Genen.

Doku-Empfehlung: Climate Crimes

Heute empfehle ich euch eine Dokumentation, die aufzeigt, welche „Klima Verbrechen“ im Rahmen des Klimaschutzes begangen werden: „Climate Crimes“, zu sehen auf Youtube.
Zum Beispiel wie Staudämme in Brasilien den Regenwald und die Indigenen gefährden und durch die Aufstauung des Wassers Methan freigesetzt wird und am Ende zB Aluminiumfabriken mit der Energie betrieben werden, die dann wiederum den Regenwald zerstören. Schöner Kreislauf!
Ähnliche Staudammprojekte mit genauso schwerwiegenden Folgen (zB Desertifikation, also Wüstenbildung) gibt es auch in der Türkei, natürlich mit finanziert von Deutschland (siehe dafür auch Wikipedia und in der Dokumentation ab der 16. Minute).
Auch Bio-Gas wird in Deutschland von der Politik gefördert, obwohl der Agrarbeirat des deutschen Bundeslandwirtschaftsministeriums 2007 sogar schrieb:
„… das verursacht erhöht Co²- und Stickoxid Emissionen mit der Folge, dass die Ausdehnung der Bioenergieerzeugung im Endeffekt sogar kontraproduktiv für den Klimaschutz sein kann…“
Und:
„Bei diesem Befund kann der deutschen Politik aus klimaschutzpolitischer Sicht nicht empfohlen werden, die Förderung der Bioenergieproduktion auf Ackerflächen weiter auszbauen“ (Ca. ab der 31. Minute)

Also aufhören, das Klima schützen zu wollen? Am Ende wird ein deutscher Ökonom gezeigt, Niko Paech, mit dem es ein tolles Interview im Tagesspiegel gibt, wo es darum geht, dass wir einen Wachstumsrückgang brauchen und der zum wahren Klimaschutz beitragen würde.

Doku-Empfehlung: Das gerechte Hemd – Indiens Bio-Baumwolle

Heute empfehle ich euch eine gerade einmal 30-minütige Einstiegs-Dokumentation zum Thema (faire) Baumwolle:
Das gerechte Hemd – Indiens Bio-Baumwolle
In diesem Jahr sind ja „dank“ des Rana Plaza Einsturzes im April in Bangladesch viele Informationen über die Bedingungen in den Textilfabriken in den Mittelpunkt der Medienlandschaft gerückt (wobei das meiste davon ein halbes Jahr später ja schon wieder vergessen ist), aber selten erfährt man eigentlich etwas über die Stoffe, mit denen dann in den Fabriken gearbeitet wird, wo kommen die eigentlich her? Wenn sie auf dem Feld wachsen, müssen die Pflanzen ja wie Lebensmittel auch irgendwie produziert und geerntet werden. Die meisten denken doch, sie würden mit „100% Baumwolle“ ein irgendwie gutes „Naturprodukt“ kaufen. Ich will (hier) jetzt keine wissenschaftliche Abhandlung darüber schreiben, wieso das sicher nicht so ist, aber die Dokumentation kann einen zumindest ein Bisschen mit dem Thema vertraut machen und zeigen, warum faire (Bio-)Baumwolle zu kaufen Sinn hat und ist dabei aber durchaus auch den Preisen der fairen Kleidung gegenüber skeptisch, die in Europa dann dafür verlangt werden. In den letzten 5 Minuten wird zum Beispiel eine Fabrik gezeigt, die den NäherInnen 15-20% mehr Lohn als dem Durchschnitt bezahlt und die ihre Tshirts dann für 2-3€ verkauft. Faire Tshirts (mit Druck) kriegt man hier meistens nicht unter 30€. Wieso ist das so? Falls sich da jemand auskennt, ich würde mich sehr über Informationen zum Thema freuen (da wären ja Kommentare unter den Artikeln sinnvoll, aber vielleicht kann man mir dann einfach eine Mail an rezeptepenny [at] gmx [punkt] net schicken).
Diese und andere Dokumentationen verlinke ich auch auf Interessantes.

Doku-Empfehlung: Weniger ist mehr

Am 01.10. lief auf Arte eine ganz wunderbare Dokumentation, die am 18.10. um 08:55Uhr wiederholt wird und in der Zwischenzeit auch auf Youtube zu sehen ist. Es geht um „die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben“ und um bereits praktizierte Formen solidarischer Ökonomie in Europa (mit gemeinschaftlicher, lokaler Versorgung von Lebensmitteln, Tauschökonomien, offenen Reparaturwerkstätten…) und wie man selbst im Alltag mit Ressourcen nachhaltiger umgehen kann.

Mehr Infos zur Sendung auf Arte.tv

Doku-Empfehlung: „Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte“ und: „Unser täglich Gift“

Es hat mal wieder nichts mit Essen zu tun, aber nachdem der Schäuble ja gerade in Griechenland war und erzählt hat, dass ein Schuldenschnitt nicht in Frage kommt, möchte ich hier kurz auf die Dokumentation „Unser Wirtschaftswunder – Die wahre Geschichte“ verweisen, die letztens, natürlich zu unmenschlicher Stunde, in der ARD ausgestrahlt wurde. Das sind 45 Minuten sinnvoll investierte Zeit, in der man lernt, dass Deutschland quasi nur deshalb zur Wirtschaftsmacht aufsteigen konnte, weil ihnen 1953 nach dem Krieg die Hälfte aller Schulden (u.a. von Griechenland) erlassen wurde und Länder auf ihre Reparationsansprüche verzichteten. Zudem lernt man auch, dass der viel gepriesene Marshallplan nach dem Krieg nicht so bedeutend war, wie mir das noch in der Schule beigebracht wurde. Leider werden solche Dokumentationen wohl nie von solchen Leuten gesehen, die gleichzeitig in der Bild das Gebrabbel über die faulen Griechen lesen.

Und folgende Dokumentation empfehle ich euch auch noch, wieder mit Bezug zum Essen: „Unser täglich Gift„, ist schon älter, wurde aber am Dienstag noch wieder auf Arte ausgestrahlt und vielleicht gibt es Personen, die sie noch nicht gesehen haben. Wenn ihr die Doku auf Arte+7 nicht mehr sehen könnt, es gibt sie auch auf Youtube.

Arte selbst schreibt folgendes zur Dokumentation:
„Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden. Und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A (BPA) wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.“