Knusprige Kartoffel-Brotstangen

kartoffelbrot2

Das Rezept stammt vom Kochtopf.
Jammern auf hohem Niveau: Normalerweise finde ich meine Brote schöner. Habe vergessen, Dampf beim backen zu erzeugen. So schmecken sie hervorragend (!), sehen aber nur normal schön aus ; )

Vorbereitungszeiten:
Vorteig: 1 Nacht
Hauptteig: 90 Minuten (mit 2x falten), 46-60 Minuten + 30 Minuten Backzeit.

Für den Vorteig (Poolish):
100g Mehl (550)
100g Wasser
1 Krümel Hefe

Für den Hauptteig:
Den Poolish
450g Mehl (550)50g Vollkornmehl
8g Hefe
135g gekochte und fein geraspelte Kartoffeln (ungekocht und mit Schale ca. 155g)
290g Wasser
12g Salz

Für den Vorteig die Zutaten miteinander vermischen und in der Schüssel abgedeckt bei ca. 18° über Nacht stehen lassen.

Für den Hauptteig alle restlichen Zutaten (außer Salz!) ca. 4 Minuten von der Küchenmaschine auf Stufe 1 verkneten lassen, dann das Salz hinzugeben und weitere 6 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen.

Den Teig dann 90 Minuten in der Schüssel abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen, nach den ersten 30 Minuten und nach den zweiten 30 Minuten jeweils falten. Nach Ablauf der 90 Minuten den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, in 3 – 4 Teile teilen, diese in Baguetteform bringen und auf ein mit Backpapier belegtes, umgedrehtes Backblech geben (so kann man die Brote später einfach samt Backpapier von dem Backblech runterziehen auf das heiße Backblech im Backofen). Mit einem Küchentuch abdecken. 45-60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220° Ober-/Unterhitze aufheizen (samt Backblech auf der untersten Schiene). Die Brote einschneiden, sodass sie schön aufreißen.

Wenn die 45-60 Minuten rum sind und der Backofen heiß ist, die Brote auf das heiße Blech im Ofen ziehen. Das habe ich dieses mal vergessen, aber besser  wäre es gewesen, wenn ich hier noch heißes Wasser auf den Backofenboden gegossen hätte. Backofentür schließen und die Brote ca. 25-30 Minuten backen.

Partybrot

partybrotpartybrot1

Dringende Nachmachempfehlung, wunderbar fluffig, dabei aber eine leicht knusprige Kruste und durch die Kerne schön würzig im Geschmack!

Habe das Rezept in der Vorgangsweise abgewandelt von Fool for Food.

20g frische Hefe (bei mir ca. 10g wegen längerer Teigführung)
250ml Milch
60g Butter, geschmolzen (bei mir Alsan)
2 EL Zucker
2 Eier
560g Mehl (Type 550)
2 TL Salz
Butter zum Einfetten der Form

1 Eigelb + 1 TL Milch zum Bestreichen des Brots (bei mir nur Milch, ich finde die Eibräune nicht so schön)
Zum bestreuen gab es bei mir Sesam, Leinsamen und Sonnenblumenkerne

Die Butter mit der Milch und dem Zucker in einem Topf auf dem Herd langsam schmelzen lassen. Abkühlen lassen, die Eier unterrühren.
Mehl, Butter-Milch-Eiermischung und Salz in einer Schüssel mischen, die Hefe darüber krümeln und mit der Küchenmaschine auf Stufe 2 zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Evtl noch minimal mehr Mehl hinzugeben, falls der Teig zu klebrig erscheint.

Den Teig dann in der Schüssel abgedeckt im Kühlschrank über Nacht gehen lassen.

Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und ca. eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, den Teig in 19 Teilen teilen und diese kugelrund formen. Die einzelnen Kugeln in eine gefettete runde Springform geben (12 außen und 7 in der Mitte). Dann die Oberfläche mit Milch bestreichen und die einzelnen Kugeln mit unterschiedlichen Kernen bestreuen (leicht festdrücken). Den Teig so wieder abgedeckt ca. 30-45 Minuten lang gehen lassen. In der Zeit den Backofen auf 180° Ober- / Unterhitze vorheizen.

Das Brot für ca. 25 Minuten backen.

Frisch aus dem Backofen besonders gut, aber auch einige Stunden später noch wunderbar!

Toastbrot

Toast

Toast belegt

Für ein kleines Toastbrot in einer kleinen Kastenform, im Original von der Berliner Küche. Geht schnell, nur 2 Stunden Wartezeit und ich lecker und man hat nicht lauter komische Zutaten drin, die kein Schwein lesen kann!

300g Mehl (Type 550)
80ml Milch
80ml Wasser
40ml neutrales Öl (Sonnenblumenöl)
10g frische Hefe
1TL Zucker
1TL Salz
1/4 TL Essig (Apfelessig)

Alle Zutaten miteinander vermischen und zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Diesen in einer abgedeckten Schüssel eine Stunde gehen lassen. Den Teig noch einmal gut durchkneten, in drei Teile teilen, zu Kugeln rollen und in eine kleine, gefettete Kuchenkastenform setzen. Die Form mit einem Küchentuch abdecken und eine weitere Stunde gehen lassen. Nach einer halben Stunde den Herd auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Brot ca. 30-35 Minuten goldbraun backen. Vollständig auskühlen lassen, erst dann anschneiden.

Roggiata

Roggiata

EXTREM lecker. Mit Roggenvollkornmehl und (trotzdem) total fluffig, schöne weichknusprige Kruste, intensiver Geschmack. Ganz toll!

Bisschen verändert vom Plötzblog

Der Teig muss 48 Stunden lang im Kühlschrank gehen (bei mir ging er sogar etwas über 60 Stunden), am Backtag muss er nur noch aus dem Kühlschrank genommen und in drei Teile geteilt werden. 1,5 Stunden gehen lassen und noch mal 25-30 Minuten backen. Und das nächste mal würde ich wohl nochmal die halbe Menge mehr nehmen, die Brote sind fast schon schneller weg, als man sie aus dem Ofen nehmen kann.

150g Hartweizengrieß
200g Weizenmehl 550
100g Roggenvollkornmehl
275g Wasser
50g Milch
5g frische Hefe
20g Olivenöl
9g Salz

Alle Zutaten außer Öl und Salz miteinander vermischen und von der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe 5 Minuten verkneten lassen. Danach weitere 5 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen. Dann das Salz und das Öl dazu und weitere 5-8 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen (im Original wird das Öl über die 5-8 Minuten während des knetens in den Teig geträufelt. Ich habs überlesen und einfach so in den Teig gegeben. Das Ergebnis ist super, aber vielleicht wäre es ja anders noch mal viel besser?). Ich habe während des knetens noch etwas mehr Weizenmehl 550 dazu gegeben, weil der Teig eine einzige Suppe blieb, ich schätze es waren ca. 4EL. Danach war der Teig etwas fester, aber immer noch sehr weich. Im Plötzblog steht, er soll „weich und elastisch“ sein.

Den Teig dann laut Original 48 Stunden lang bei 4-6° in den Kühlschrank geben. Bei mir war er etwas mehr als 60 Stunden im Kühlschrank, in einer großen Schüssel und die Schüssel mit Klarsichtfolie abgedeckt. Nach 24Stunden einmal den Teig falten.

Am Backtag den Teig vorsichtig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, in 3 Teile teilen, diese vorsichtig in eine etwas längliche Form bringen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech 1,5 Stunden lang gehen lassen. Nach einer Stunde den Herd auf 230° Ober-/Unterhitze vorheizen, dabei eine mit Wasser gefüllte Kuchen-Kastenform auf dem Boden mit aufheizen. Nach Ablauf der 1,5 Stunden die Brote in den Ofen schieben, die Temperatur auf 210° runter drehen und ca. 25-30 Minuten backen.

Pesto-Blumenbrot

Blumenbrot

Es ist eigentlich wie ein normales Faltenbrot mit Pesto gefüllt, aber nochmal viel schöner gefaltet. Drauf gekommen bin ich über diesen Blog und eine Videoanleitung findet man dankenswerter Weise auf Youtube. Ich hab mich zwar bemüht, die Anleitung auch zu verschriftlichen, aber mit dem Video ist es sicher leichter. Es ist sehr viel einfacher und geht auch schneller als man vermuten möchte. Mit einem Salat macht man damit 3-4 Personen satt.

Für das Pesto:
insg. 60g Pinienkerne und Walnüsse
ca. 80-100g gemischte frische Kräuter
50g fein geriebenen Parmesan
ca. 120ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Für den Brotteig:
400g Mehl
100g Hartweizengrieß
20g frische Hefe
10g Salz
50ml Olivenöl
ca. 270-300ml lauwarmes Wasser

Für das Pesto die Pinienkerne und die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Kurz abkühlen lassen. Mit den restlichen Zutaten vermischen und fein pürieren.

Für den Brotteig alle Zutaten miteinander zu einem glatten Teig verkneten und diesen in einer Schüssel mit einem Küchentuch abgedeckt mindestens eine Stunde gehen lassen.

Den Teig danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 3 Teile teilen und diese jeweils rund ausrollen, sodass jeder Kreis ca. den Umfang einer großen Tortenform hat.
Den Boden einer Tortenform mit Backpapier belegen, das Backpapier mit Olivenöl bestreichen, den ersten Teigkreis darauf legen. Einen Teil des Pestos darauf verteilen, den zweiten Kreis darauf legen, darauf wieder Pesto verteilen, dann den dritten Kreis darauf legen.

Jetzt auf der obersten Tortenplatte mit einem Messer gaaaanz leicht 16 Tortenstücke „anritzen“, sodass man im nächsten Schritt eine Orientierungshilfe hat. Jetzt tatsächlich 16 Tortenstücke schneiden, allerdings immer ca. 2cm vor der Mitte der Torte aufhören zu schneiden. Dann nimmt man ein Tortenstück in die rechte Hand, eins in die linke Hand, dreht das rechte Tortenstück drei mal nach rechts und das linke Tortenstück drei mal nach links. Die Enden dieser beiden Tortenstücke dreht man dann noch etwas nach unten weg, sodass ein rundes Ende entsteht. Das macht man mit allen Tortenstücken und dann ist man schon fertig.

Das Brot im auf 190° Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten backen, bis es goldbraun ist.

Kartoffelbrot

Kartoffelbrot

Gestern um 23:00 aus dem Backofen geholt, heute morgen frisch auf dem Frühstückstisch. Schmeckt lecker nach Kartoffeln und hat eine schöne weißbrot-artige Konsistenz. Als nächstes werde ich eine Variante mit Vollkornmehl probieren, aber die hier war auch lecker und es geht v.a. sehr schnell.

Vom Kartoffeln kochen bis zum fertigen Brot vergehen gerade einmal ca. 3 Stunden!

Von thekamau.

340g ungeschälte Kartoffeln
2 TL Salz
60 ml Kartoffelwasser
1/2 EL Trockenbackhefe (bei mir 10g frische Hefe)
1 EL Olivenöl
330g Mehl 550 (bei mir 230g Type 405 und 100g Type 1050)
Die Kartoffeln waschen, vierteln und mit 1 TL Salz innerhalb von 20 Minuten weich kochen. Das Wasser abgießen, 60ml davon auffangen. Die Kartoffeln kurz auskühlen lassen und pellen. Dann zerstampfen und mit einem weiteren TL Salz, 60ml Kartoffelwasser, der Hefe, dem Olivenöl und dem Mehl vermischen und von der Küchenmaschine in ca. 10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten lassen. Dieser klebt und löst sich nicht wirklich gut vom Schüsselrand, habe deshalb noch ca. 3-4 EL mehr Mehl dazu gegeben.
Den Teig in der Schüssel mit einem Küchentuch abgedeckt ca. eine halbe Stunde gehen lassen (der Teig verdoppelt sein Volumen in der Zeit nicht, macht aber nichts). Dann den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Ich habe den Teig dann von den Seiten aus immer in die Mitte gezogen und da fest gedrückt. Den Teig dann rumdrehen, sodass die glatte Seite nach oben zeigt. Eine weitere halbe Stunde so gehen lassen, in der Zeit den Backofen mit Backblech und einer ofenfesten Schüssel mit Wasser drin auf 220° Ober-/Unterhitze aufheizen. Nach Ablauf der halben Stunde den Teig auf ein Backpapier geben, sodass die glatte Seite nach unten zeigt und die Falten nach oben. Das Backpapier samt Teig auf das heiße Backblech im Ofen ziehen. Die Temperatur auf 200° runter drehen und das Brot so 45 Minuten lang backen, bis eine schöne goldbraune Farbe entsteht und sich das Brot dann hohl anfühlt, wenn man von unten dagegen klopft.

Schnelles Kastenbrot mit Roggenvollkornmehl

Schnelles Brot mit RoggenVK2

Das Brot hat innen ein Bisschen was von Vollkorntoast (schön fluffig), aber außen mit extrem knuspriger Kruste und das mit nur 2 Stunden Gehzeit bzw. insgesamt etwa 3,5 Stunden von Zutaten mischen bis Brot essen!

Für 2 Brote, eins in einer kleinen Kuchen-Kastenform, eins in einer normalen

150g Roggenvollkornmehl
150g Weizenmehl Type 1050
700g Weizenmehl Type 550
30g Roggen Sauerteig Extrakt (hier von Biovegan)
80-100g Mischung aus Haferflocken, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkernen (was halt grad da ist)
2-3 TL Salz
15g frische Hefe
700-750ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten miteinander vermischen, von der Küchenmaschine 10 Minuten verkneten lassen, das gibt eine etwas klebrige Masse, die sich nicht vom Schüsselrand löst.
Den Teig in der Schüssel ca. 2 Stunden bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen (bei mir hat sich der Teig dann schön über den Schüsselrand gewölbt, ist aber nicht über gequollen).
Den Teig dann mit den Händen zurück in die Schüssel drücken und nochmal ca. 45 Sekunden von der Küchenmaschine (oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit gut bemehlten Händen) verkneten.
Eine große und eine kleine Kuchen-Kastenform mit Margarine fetten, beide etwa bis zur Hälfte mit Teig füllen (der Teig ist immer noch vergleichsweise klebrig).
Eine ofenfeste Schüssel mit Wasser füllen und auf den Boden des Backofens stellen, die beiden Kastenformen samt Teig auf einem Backblech in die Mitte des NICHT vorgeheizten Backofens schieben, die Temperatur auf 200° Ober-/Unterhitze stellen und die Brote darin 80 Minuten lang backen, bis sie eine schöne Farbe haben. Sie müssen sich hohl anhören, wenn man sie dann aus der Form nimmt und mit den Fingern unter das Brot klopft.

„Bauernbrot für Anfänger“

Bauernbrot Anfänger 2

Mal wieder ein leckeres und einfaches, aber zeitaufwändiges Brot von hefe-und-mehr.de

Für den Pâte fermentée:
250g Mehl Type 550
175g Wassser
5g Salz
5g Hefe

Für den ganzen Teig:
Pâte fermentée
200g Roggenvollkornmehl
550g Mehl Type 550 (bei mir etwas mehr)
480g Wasser
20g Honig (für die vegane Variante Agavendicksaft)
20g Butter (für die vegane Variante Alsan)
15g Salz
10g Hefe

Für den Pâte fermentée die vier Zutaten miteinander drei Minuten verkneten, eine Stunde abgedeckt bei Zimmertemperatur, danach 12-48 Stunden im Kühlschrank fermentieren lassen (bei mir waren es 42 Stunden).

Für den ganzen Teig den Pâte fermentée aus dem Kühlschrank holen, die restlichen Zutaten dazu geben und mit der Küchenmaschine ca. 10 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten (im Original wird das etwas anders gemacht, mein Brot ist trotzdem sehr sehr gut geworden, ich werde es auch das nächste Mal so machen). Wenn der Teig noch zu sehr am Schüsselrand kleben bleibt, etwas mehr 550er-Mehl dazu geben. Der Teig bleibt aber insgesamt etwas klebriger, ich glaube, mit Roggenmehl klebt jeder Teig etwas mehr. Den Teig in der Schüssel eine Stunde bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen.
Nach Ablauf der Stunde den Teig in der Schüssel einmal falten, dafür den Teig einmal von rechts hin zur Mitte klappen, dann von links, dann von oben, dann von unten. Weitere 30 Minuten abgedeckt stehen lassen, nochmal falten und nochmal 30 Minuten gehen lassen.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und in 2 Teile teilen, diese schon halbwegs rund formen. Abgedeckt auf der Arbeitsfläche 10 Minuten entspannen lassen. Dann die Kugeln etwas platt drücken und wieder jede Seite zur Mitte hin falten, sodass der Teig von unten her schön glatt gezogen wird. Den Teig dann einmal rumdrehen, sodass der Saum (der mittige Teil, wo man alle Seiten immer festgesteckt hat) auf der Arbeitsfläche nach unten zeigt und die schön glatte Seite nach oben zeigt.
Diese Teiglinge dann in mit Trockentüchern ausgelegte große Schüsseln legen (sodass die schöne Seite nach unten zeigt und man auf den Saum drauf guckt), die Enden der Trockentücher locker über den Teig legen und die beiden Teigstücke so in den Schüsseln nochmal eine Stunde gehen lassen.

Rechtzeitig vorher den Herd samt Backblech auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Jetzt nehme ich ein zweites Backblech (Backblech 1 wird ja gerade mit vorgeheizt), drehe es rum, lege ein Backpapier darauf, stürze darauf einen Teigling, sodass die schöne Seite nach oben zeigt, nehme mir einen Holzlöffel und drücke mit dem Stiel ein Kreuz in den Teigling (Fotos gibt es im oben verlinkten Originalrezept) und wenn der Herd die Temperatur erreicht hat, ziehe ich das Brot samt Backpapier von dem umgedrehten Backblech auf das heiße Backblech in den Backofen. Dann sprühe ich mit etwas Wasser auf den Herdboden und an die Wände und schließe die Tür. Es passten leider keine 2 Brote gleichzeitig in den Backofen, weshalb der zweite Teigling noch etwas länger in der Schüssel warten musste.

Das Brot wird dann 10 Minuten bei 250° gebacken, danach wird die Temperatur auf 200° reduziert und weitere 20 Minuten gebacken, dann wird der Herd einmal aufgemacht, um den Dampf entweichen zu lassen und das Brot noch weitere 10 Minuten gebacken. Es muss sich hohl anhören, wenn man es aus dem Herd nimmt und von unten mit den Fingern gegen das Brot klopf.
Das gleiche macht man dann mit dem zweiten Teigling und am Ende hat man zwei wunderbar leckere, große Brote auf dem Tisch stehen : )

Rustikales Kartoffelbrot

Kartoffelbrot

Schon letztes Wochenenede gebacken und jetzt erst Zeit, es online zu stellen.
Das Rezept stammt mal wieder von paules.lu. Von außen sieht es bei mir leider nicht so toll aus, aber geschmacklich, wie bisher alles vom genannten Blog, sehr gut!

Für den Vorteig:
100g Weizenmehl Type 550
50g Vollkornweizenmehl
100g Wasser lauwarm (38°C)
1/4 TL Trockenhefe (bei mir: ein winziger Brösel frische Hefe, ca. 1g)
1/4 TL feines Salz

Für den Hauptteig:
300g Weizenmehl (z.B. Typ 550 und 1050 gemischt)
50g Vollkornweizenmehl
135g Wasser lauwarm (38°C)
200g gekochte Kartoffeln (mit Schale gekocht, anschliessend geschält und mit einer Gabel zerdrückt)
3/4 TL Trockenhefe (bei mir: 7 g Frischhefe)
10g Salz
+ den Vorteig

Am Vorabend den Vorteig zubereiten. Dafür alle Zutaten für den Vorteig miteinander vermischen, mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten, dann abgedeckt erst eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen und ihn dann weitere 12 bis maximal 24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.

Am Backtag erst die Kartoffeln samt Schale kochen, dann pellen und (mit einer Gabel) zerdrücken.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen lassen, dann alle Zutaten inklusive Kartoffeln und Vorteig, aber noch ohne Salz, miteinander vermischen und mit der Küchenmaschine erst 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) verkneten, dann das Salz hinzufügen und weitere 6-8 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen, bis sich der Teig als Klumpen vom Schüsselrand löst (dafür braucht man evtl noch minimal mehr Mehl).

Den Teig zugedeckt eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen, nach 30 Minuten einmal falten (siehe: hier). Den folgenden Arbeitsschritt zitiere ich kurz als ganzes paule: „Teig zu einem runden Laib formen, bzw. rund wirken und mit dem Schluss nach unten – damit es beim Backen rustikal aufspringt – in ein Gärkörbchen geben. Da ich (immer noch) keins besitze, kleide ich ein grosses Sieb oder eine passende Schüssel mit einem Tuch aus, bestreue es grosszügig mit Mehl und gebe den geformten Teig mit der Naht nach unten hinein. 60-90 Minuten zugedeckt gehen lassen.“ Das mit dem Sieb und dem Tuch funktioniert wunderbar, das mit dem Schluss und dem aufspringen ist mir leider nicht gelungen. Vielleicht beim nächsten mal ; )

Ca. 20 Minuten vor Ende der Gehzeit den Herd samt Backblech auf 230° Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf ein Backpapier kippen und beides auf das Backblech ziehen. Das Brot so 15 Minuten backen, dann die Backofentür kurz öffnen, die Temperatur auf 200° reduzieren und weitere 18-20 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es sich hohl anhört, wenn man dagegen klopft.

Rustikales Wurzelbrot

Wurzelbrot1

Wurzelbrot2

Wurzelbrot3

Und noch mal von paules.lu. Optisch perfekt, sehr geschmackvoll und die Kruste ein Traum.
Ganz ganz toll! Für 2-3 Baguette-förmige Brote.

Für das Quellstück:
125g Weizenmehl Type 1050
125g Wasser
2,5g Salz

Für den Teig:
Das Quellstück
200g Weizenmehl Type 550
150g Weizenmehl Type 1050
100g Roggenmehl Type 1150
300g Wasser
3g frische Hefe
11g Salz

Am Abend des ersten Tages bereitet man das Quellstück vor. Dafür vermischt man die drei Zutaten und lässt sie dann abgedeckt bei Raumtemperatur 12 Stunden lang gehen.

Am Morgen des zweiten Tages mischt man das Quellstück mit den restlichen Zutaten (das Salz noch nicht!) und lässt die Küchenmaschine den Teig 5 Minuten auf Stufe 1 kneten. Dann gibt man das Salz dazu und lässt die Küchenmaschine noch weitere 8 Minuten auf Stufe 2 kneten. Auch hier achte ich wieder darauf, dass ich so viel Mehl dazu gebe, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst. Den Teig gibt man dann in eine große mit Öl bepinselte Schüssel, die man dann abgedeckt für 24 Stunden in den Kühlschrank gibt.

Am Morgen des dritten Tages gibt man etwas Roggenmehl auf die Arbeitsfläche, lässt vorsichtig den Teig darauf gleiten. Dann teilt man den Teig in 2-3 Teile und bringt diese vorsichtig mit bemehlten Händen in Form und dreht sie gegeneinander. So lässt man sie noch 30-45 Minuten auf einem Backpapier abgedeckt gehen.

Den Backofen samt Backblech (auf der untersten Schiene) auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brote auf dem Backpapier auf das Backblech ziehen, die Wände des Backofens mit Wasser besprühen, den Herd schließen und die Brote 10 Minuten lang bei 250° backen. Die Temperatur auf 220° reduzieren, die Backofentür einmal öffnen, damit der Dampf entweichen kann, weitere 20 Minuten backen. Die Temperatur auf 200° reduzieren und die Brote in 5-10 Minuten fertig backen.