Knusprige Kartoffel-Brotstangen

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Das Rezept stammt vom Kochtopf.
Jammern auf hohem Niveau: Normalerweise finde ich meine Brote schöner. Habe vergessen, Dampf beim backen zu erzeugen. So schmecken sie hervorragend (!), sehen aber nur normal schön aus ; )

Vorbereitungszeiten:
Vorteig: 1 Nacht
Hauptteig: 90 Minuten (mit 2x falten), 46-60 Minuten + 30 Minuten Backzeit.

Für den Vorteig (Poolish):
100g Mehl (550)
100g Wasser
1 Krümel Hefe

Für den Hauptteig:
Den Poolish
450g Mehl (550)50g Vollkornmehl
8g Hefe
135g gekochte und fein geraspelte Kartoffeln (ungekocht und mit Schale ca. 155g)
290g Wasser
12g Salz

Für den Vorteig die Zutaten miteinander vermischen und in der Schüssel abgedeckt bei ca. 18° über Nacht stehen lassen.

Für den Hauptteig alle restlichen Zutaten (außer Salz!) ca. 4 Minuten von der Küchenmaschine auf Stufe 1 verkneten lassen, dann das Salz hinzugeben und weitere 6 Minuten auf zweiter Stufe kneten lassen.

Den Teig dann 90 Minuten in der Schüssel abgedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen, nach den ersten 30 Minuten und nach den zweiten 30 Minuten jeweils falten. Nach Ablauf der 90 Minuten den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, in 3 – 4 Teile teilen, diese in Baguetteform bringen und auf ein mit Backpapier belegtes, umgedrehtes Backblech geben (so kann man die Brote später einfach samt Backpapier von dem Backblech runterziehen auf das heiße Backblech im Backofen). Mit einem Küchentuch abdecken. 45-60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen in der Zwischenzeit auf 220° Ober-/Unterhitze aufheizen (samt Backblech auf der untersten Schiene). Die Brote einschneiden, sodass sie schön aufreißen.

Wenn die 45-60 Minuten rum sind und der Backofen heiß ist, die Brote auf das heiße Blech im Ofen ziehen. Das habe ich dieses mal vergessen, aber besser  wäre es gewesen, wenn ich hier noch heißes Wasser auf den Backofenboden gegossen hätte. Backofentür schließen und die Brote ca. 25-30 Minuten backen.

Partybrot

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Dringende Nachmachempfehlung, wunderbar fluffig, dabei aber eine leicht knusprige Kruste und durch die Kerne schön würzig im Geschmack!

Habe das Rezept in der Vorgangsweise abgewandelt von Fool for Food.

20g frische Hefe (bei mir ca. 10g wegen längerer Teigführung)
250ml Milch
60g Butter, geschmolzen (bei mir Alsan)
2 EL Zucker
2 Eier
560g Mehl (Type 550)
2 TL Salz
Butter zum Einfetten der Form

1 Eigelb + 1 TL Milch zum Bestreichen des Brots (bei mir nur Milch, ich finde die Eibräune nicht so schön)
Zum bestreuen gab es bei mir Sesam, Leinsamen und Sonnenblumenkerne

Die Butter mit der Milch und dem Zucker in einem Topf auf dem Herd langsam schmelzen lassen. Abkühlen lassen, die Eier unterrühren.
Mehl, Butter-Milch-Eiermischung und Salz in einer Schüssel mischen, die Hefe darüber krümeln und mit der Küchenmaschine auf Stufe 2 zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Evtl noch minimal mehr Mehl hinzugeben, falls der Teig zu klebrig erscheint.

Den Teig dann in der Schüssel abgedeckt im Kühlschrank über Nacht gehen lassen.

Am nächsten Morgen die Schüssel aus dem Kühlschrank nehmen und ca. eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, den Teig in 19 Teilen teilen und diese kugelrund formen. Die einzelnen Kugeln in eine gefettete runde Springform geben (12 außen und 7 in der Mitte). Dann die Oberfläche mit Milch bestreichen und die einzelnen Kugeln mit unterschiedlichen Kernen bestreuen (leicht festdrücken). Den Teig so wieder abgedeckt ca. 30-45 Minuten lang gehen lassen. In der Zeit den Backofen auf 180° Ober- / Unterhitze vorheizen.

Das Brot für ca. 25 Minuten backen.

Frisch aus dem Backofen besonders gut, aber auch einige Stunden später noch wunderbar!

Calzone Barese

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Dies ist ein Gastbeitrag von „dem Freund“, wie ich auf diesem Blog manchmal genannt werde. Ich habe mich als absoluter Laie an ein Rezept aus dem Buch „Italien Vegetarisch“ von Claudio Del Principe und Katharina Seiser (Hg.) gehalten, und unser heutiges Mittagessen vorbereitet – und das ohne Intervention der Rezeptepenny, worauf ich schon ein bisschen stolz bin. Ich kann somit das oben erwähnte Buch auch für Anfänger empfehlen, denn wenn ich Essbares daraus hinkriege, kann es jede(r) andere auch. Obendrein war es auch noch lecker!

Die folgenden Mengenangaben sind laut Buch für 2-4 Portionen. Zu zweit wurden wir mehr als satt, vor allem, weil wir dazu noch Salat hatten.

Teig
15g Hefe
1 Prise Zucker
350g italienisches Weizenmehl 00 (ich verwendete österreichisches 700er Weizenmehl)
5g feines Meersalz
2 EL Olivenöl extra vergine

Füllung
1 Zwiebel
4 EL Olivenöl extra vergine zum Schmoren (oder, einfach nach Augenmaß)
300g reife Tomaten
100g entsteinte Oliven
100g Ricotta

Für den Vorteig Hefe in ca. 50ml lauwarmen Wasser mit Zucker und 2 Esslöffeln Mehl vermischen und eine halbe Stunde zugedeckt gehen lassen. Ich habe mir sagen lassen, dass man sich diesen Schritt sparen kann, wenn man für den Teig eine Küchenmaschine verwendet, allerdings wollte ich möglichst viel per Hand machen.

In einer Schüssel Salz mit etwas lauwarmen Wasser auflösen, Mehl und Vorteig dazugeben, und nach und nach weitere 200ml lauwarmes Wasser dazugießen, während man alles durchmischt. Danach den Teig ca. 10 Minuten lang kneten und 1-2 Stunden in einer abgedeckten Schüssel gehen lassen. Er sollte nach dieser Zeit in etwa das doppelte Volumen haben.

Nun kann man den Ofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zwiebel fein schneiden und mit Olivenöl weichschmoren. Danach Tomaten in Würfel schneiden und dazugeben, Salz und Pfeffer hinzufügen und weitere 10 Minuten schmoren lassen. Danach vom Herd nehmen und Oliven und Ricotta untermischen.

Jetzt muss der Teig ausgerollt werden. Im Buch steht, dass er ca. 1 cm dick bleiben soll, ich musste ihn aber dünner machen, damit genug Platz für die Füllung da ist. Ich schätze er hatte 5-7 mm. Nun verteilt man die Füllung auf dem Teig, wobei genug Platz am Rand bleiben sollte (ca. 5 cm), damit man die Calzone gut schließen kann. Zuklappen, Ränder doppelt einschlagen und ab damit in den Ofen! Nach 20 Minuten war es soweit und wir konnten die Calzone in allen Zügen genießen.

Hafer-Baguettebrötchen

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Vom Brotdoc

Vorteig (Pâte Fermentée)
200 g Weizenmehl 550
120 g Wasser (45°C)
2 g Hefe
2 g Salz

Haferflocken-Quellstück
100 g Haferflocken (fein)
150 g Milch

Hauptteig
Vorteig
Quellstück
340 g Wasser (ca. 20°C)
700 g Weizenmehl 550
20 g Butter
18 g Salz
9 g Hefe

Am 1. Abend für den Vorteig Wasser, Salz und Mehl mischen, die Hefe dazu bröseln und ca. 2 Minuten mit den Händen kneten, zu einer Kugeln formen und in einer Schüssel im Kühlschrank 24Stunden reifen lassen.

Am gleichen Abend das Quellstück vorbereiten, dafür Milch und Haferflocken verrühren und das ganze (12 bis) 24 Stunden im Kühlschrank quellen lassen.

Am 2. Abend für den Hauptteig alle Zutaten von der Küchenmaschine ca. 4 Minuten auf Stufe 1 verkneten, dann 5-6 Minuten auf Stufe 2 weiter kneten. Den Teig 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben, entgasen, in ca. 100g schwere Stücke teilen und zu Zylindern rollen. Evtl mit etwas Wasser bestreichen und in Saaten wälzen. Mit der Oberseite nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, mit einem Tuch abdecken und das Blech in einen Plastikbeutel geben. Das ganze für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Morgen des dritten Tages den Backofen auf 240° Ober-/Unterhitze vorheizen, die Brötchen mit der Oberseite nach oben drehen, mit einem scharfen Messer einschneiden und für 18-20 Minuten in den Backofen geben (vorher einen Schuss heißes Wasser auf den Backofenboden schütten).

Pflaumen Clafoutis

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Für 2 Personen als süße Hauptspeise, quasi übernommen von Zucker Zimt und Liebe, nur mit Pflaumen statt mit Marillen und nur mit Sahne statt auch mit Kokosmilch.

3 Eier (M)
60g Mehl
0,5 TL Backpulver
70g Zucker (bei mir 60g)
100ml Sahne (bei mir 300ml, dafür keine Kokosmilch)
200ml Kokosmilch (nicht fettreduziert!) (bei mir durch Sahne ersetzt)
4 oder 5 schöne reife, aber nicht zu weiche Aprikosen (bei mir Pflaumen)
(Puderzucker zum bestreuen)

Eier, Mehl, Backpulver, Zucker und Sahne mit dem Handmixer zu einer homogenen Masse vermengen, den Teig dann in der Schüssel 20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Pflaumen entsteinen und in dickere Scheiben schneiden und den Herd auf 180° Ober- / Unterhitze aufheizen.

Die Masse in eine gefettete Auflaufform schütten (ca. 28x20cm. Teig ist sehr flüssig). Die Pflaumenscheiben darauf verteilen und das ganze für mindestens 35 Minuten in den Ofen geben. Evtl kurz vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, Stäbchenprobe machen. Beim backen geht der Teig wunderbar auf und sieht dann ganz toll aus, leider ist es sofort wieder eingesackt. Trotzdem sehr lecker : )

Zucchini Fenchel Suppe

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Für 3 Portionen

Olivenöl
1 kleine Zwiebel
2 kleine Knoblauchzehen
ca. 500-600g Zucchini
1 kleiner Fenchel
500ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Curry (süß)
Sahne

Zwiebel und Knoblauch fein gewürfelt in Olivenöl kurz anschwitzen.
Dann den klein geschnittenen Fenchel und die klein geschnittene Zucchini kurz mit anschwitzen, dann mit Gemüsebrühe aufgießen und das Gemüse weich kochen und pürieren. Mit Salz, Pfeffer und süßem Currypulver würzen und einen Schuss Sahne dazu geben.

Mehrkornbrötchen

mehrkornbrotchen

Quasi übernommen von der Berliner Küche.
Am Vortag braucht man ca. 5 Minuten Arbeitszeit, 8 Stunden gehen lassen.
Am Backtag insgesamt ca. 30 Minuten Arbeitszeit, insg. 1,5 Stunden Gehzeit und 30 Minuten Backzeit.

Für 9 Brötchen

Für den Vorteig:
150g Mehl Type 550
250ml Wasser
1 TL Zucker
3 g frische Hefe

Für den Hauptteig:
Den fertigen Vorteig
400g Mehl Type 550
50g Roggenmehl (bei mir: Vollkorn)
275ml Wasser (bei mir nur 225ml und das war immer noch zu viel. Nächstes Mal eher 200ml und dann vll mehr dazu geben)
1 TL Zuckerrübensirup (bei mir: Agavendicksaft)
1 TL Salz
5 g frische Hefe

Für die Körnermischung:
2 EL Haferflocken
2 EL Sonnenblumenkerne
2 EL Leinsamen (hatte ich keine mehr, deshalb mehr Haferflocken und mehr Sesam)
2 EL Sesam
(ich habe für das Wälzen der Brötchen in den Körnern dann noch mehr von allem genommen)

Für den Vorteig alle Zutaten miteinander vermischen und in der Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abgedeckt ca. 8 Stunden stehen lassen (zum Beispiel am Abend vor dem Backen).

Für den Hauptteig alle Zutaten miteinander zu einem halbwegs glatten Teig verkneten und die Hälfte der Körnermischung unterkneten. Bei mir war der Teig sehr flüssig, habe hier deutlich mehr Mehl dazu gegeben, deshalb würde ich beim nächsten Mal die Wassermenge von vorneherein reduzieren. Es geht auch so, aber ist etwas schwer zu händeln. Den Teig 30 Minuten in der Schüssel abgedeckt stehen lassen.

Die zweite Hälfte der Körnermischung auf die Arbeitsfläche streuen. Den Teig auf eine gut bemehlte (!) Arbeitsfläche geben, in 9 Stücke teilen und diese Stücke dann in der Körnermischung wälzen und fest drücken (ich habe hierfür die Oberfläche der Teiglinge leicht mit Wasser befeuchtet, damit die Körner besser haften). Die einzelnen Brötchen dann auf ein umgedrehtes, mit Backpapier belegtes Backblech setzen. So eine weitere Stunde gehen lassen.

In der Zeit den Backofen auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech auf der untersten Ebene mit aufheizen. Wenn die Temperatur erreicht ist, die Brötchen samt Backpapier von dem umgedrehten Backblech auf das heiße Backblech im Ofen ziehen, eine kleine Tasse HEIẞES Wasser auf den Boden des Ofens kippen, schnell die Backofentür schließen, die Hitze auf 220° reduzieren und die Brötchen so ca. 30 Minuten backen.

Pflaumen-Hirse-Kuchen

Hirse-Pflaumenkuchen4

Hirse-Pflaumenkuchen3

(Aus Dr. Oetker, Blechkuchen, 2011)

Für uns mehr eine leckere süße Hauptspeise als ein Kuchen

200g Hirse
1 Zimtstange
ca. 1 kg Pflaumen
4 Eier
75g brauner Zucker
1 Prise Salz
70g Speisestärke
2 gestr. TL Backpulver

600ml Wasser in einem Topf zum kochen bringen, Hirse und eine Zimtstange einrühren und aufkochen lassen. Zugedeckt mindestens 20 Minuten bei schwacher Hitze quellen lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen und die Hirse auch gut weich ist. Abkühlen lassen. Zimtstange entfernen.

Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen. Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier aufschlagen, Zucker und Salz einrühren und weiter schlagen. Hirse auf niedrigster Stufe unterrühren, Speisestärke und Backpulver ebenfalls auf niedrigster Stufe unterrühren. Jetzt hat man einen schönen luftig lockeren Teig, der an Biskuit erinnert.

Den Teig auf einem mit Backpapier belegten Backblech glatt streichen, die Pflaumenhälften darauf verteilen und den Kuchen für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Noch lauwarm mit Zimt-Zucker bestreut, evtl mit Sahne oder einer Vanillesauce servieren.