Safran-Nudeln in Gewürzbutter

Safran-Nudeln mit Gewürzbutter

(Ein unglaublich harmonisches, dabei total schnelles Essen,
aus „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi,
für 2 Personen)
Im Original macht man auch die Nudeln selbst, das hab ich mir erspart.

Für die Gewürzbutter:
100g Butter / Margarine
2 EL Olivenöl
4 Schalotten
0,5TL gemahlener Ingwer
0,5TL Paprikapulver edelsüß
0,5TL gemahlener Koriander
0,5TL Zimt
0,5TL Cayennepfeffer
1/4 TL Chiliflocken
1/4 TL Kurkuma
0,5TL Salz
Schwarzer Pfeffer

Sonst:
250g Bandnudeln
1 Prise Safranfäden
40g geröstete und grob gehackte Pinienkerne
2 EL grob gehackte Minze
4 TL grob gehackte Petersilie
(bei mir wurde es deutlich mehr Petersilie und Melisse statt Minze, davon allerdings nicht so viel)

Alle Gewürze für die Gewürzbutter miteinander vermischen. Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, danach grob hacken. Minze und Petersilie grob hacken.

Die Butter mit dem Olivenöl in einer Pfanne leicht erhitzen und die in kleine Würfel geschnittenen Schalotten darin ca. 10 Minuten dünsten, bis sie weich sind und sich die Butter etwas bräunlich gefärbt hat. Dann die Gewürze zugeben, die Herdplatte ausstellen und noch kurz darauf stehen lassen, bis die Nudeln fertig sind (bei gutem Timing sind die Nudeln fast zeitgleich fertig).

Währenddessen das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln kochen. Eine Prise Safranfäden mörsern und kurz in eine kleine Tasse mit warmem Wasser geben. 2 Minuten vor Ende der Kochzeit der Nudeln das Safran-Wasser-Gemisch zu den Nudeln geben.

Nudeln abgießen, diese dann in die Pfanne zur Gewürzbutter geben, gut vermischen, auf Teller geben, Pinienkerne, Minze und Petersilie dazu geben. Genießen.

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Brötchen

Brötchen

Optisch wie Bäckerbrötchen offen

Oh Gott, ich bin so stolz!
Für 9 wunderwunderschöne Brötchen von Hefe-und-mehr.de
Ich habe mich genauestens ans Rezept gehalten, ich hab mich nicht mal getraut, es zu veganisieren, weil ich auch nicht das kleinste Risiko eingehen wollte, dass die Brötchen am Ende nicht so aussehen, wie die im Original. Sie schmecken zudem sehr gut und haben eine richtige Kruste : )
Man braucht allerdings etwas mehr Zeit dafür, man lässt sie nicht einfach nur gehen, sondern alle 30 Minuten faltet man den Teig. Perfekt, wenn man den ganzen Tag an einer Seminararbeit schreibt und sich alle 30 Minuten über etwas Abwechslung freut.

500g Mehl
250g Milch
75g Wasser
60g Butter, zimmerwarm
10g Zucker
10g Salz
5g Hefe

Zunächst das Mehl mit der Milch und 50g Wasser mit einem Löffel vermischen, „bis es keine Mehlinseln mehr gibt“ (ich bin mir nicht sicher, was das genau bedeutet, aber ich habs einfach so lange vermischt, bis ich kein loses Mehl mehr hatte). „Die Mixtur eine halbe Stunde ruhen lassen (Autolysis), dies sorgt dafür, dass die Proteine im Mehl hydriert werden, was die Glutenentwicklung beim Kneten beschleunigt.“

Nach Ablauf der 30 Minuten diese Autolysis mit den restlichen Zutaten vermischen, dafür erst die Hefe in 25g Wasser auflösen lassen, die Butter in Flocken zum Teig geben, dann Zucker und Salz dazu. Alles ca. 10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (bei mir mit der Küchenmaschine). Ich musste minimal mehr Mehl dazu geben.

Den Teig 30 Minuten abgedeckt stehen lassen. Ihn dann auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, etwas platt drücken und den Teig erst von oben und unten Richtung Mitte klappen, dann von links und rechts in die Mitte klappen. Den Teig zurück in die Schüssel, wieder abgedeckt 30 Minuten stehen lassen, dann nochmal wieder so wie beschrieben umklappen, wieder in die Schüssel geben und weitere 30 Minuten stehen lassen.

Danach den Teig in Stücke schneiden (im Original 80g, das wird mir aber zu klein. Ich finde 110g perfekt) und die einzelnen Brötchen dann wieder von den Teigrändern immer wieder zur Mitte falten, bis die Oberfläche ganz glatt ist und die Brötchen dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Wieder abdecken und eine weitere Stunde stehen lassen.

Kurz vor Ablauf der Stunde den Backofen auf 220° Ober-/Unterhitze vorheizen, mit einer Blumenspritze den Boden und die Wände mit Wasser besprühen. Die Brötchen mit einem sehr scharfen Messer (bei mir ein gaaaanz fein gezacktes Messer) einritzen und die Brötchen auf mittlerer Ebene für 25 Minuten backen, bis sie eine schöne goldbraune Farbe haben.

Süßkartoffelküchlein

Süßkartoffellüchlein

(Für 4 Personen)
(Aus dem Buch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi)

Für die Küchlein:
1kg geschälte Süßkartoffeln
2 TL Sojasauce
100g Weizenmehl
1 TL Salz
1/2 TL Zucker
3 EL gehackte Frühlingszwiebel
1/2 TL fein gehackte rote Chilischote
Butter zum braten

Für den Dip:
50g griechischer Naturjoghurt (bei mir Frischkäse)
50g Sauerrahm
2 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 EL gehacktes Koriandergrün
Salz / Pfeffer
(Den Dip fand ich etwas wenig für 4 Personen, nächstes Mal mehr!)

Die Süßkartoffeln in kleine Stücke schneiden und dämpfen / kochen, bis sie weich sind, eine Stunde lang in einem Sieb abtropfen lassen. In der Zwischenzeit den Dip vorbereiten, indem man alle Zutaten zu einer glatten Sauce vermischt.

Wenn die Süßkartoffeln abgetropft sind, diese im Topf mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen und alle restlichen Zutaten hinzufügen, bis eine geschmeidige Masse entsteht, die noch klebrig, aber nicht flüssig ist (ansonsten noch etwas Mehl dazu).

Butter in einer Pfanne erhitzen, Esslöffel-große Portionen in die Pfanne geben, flach drücken und und pro Seite ca. 5-6 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier kurz das Fett abtupfen und mit dem Dip servieren.

Kokosrolle

Kokosrolle

(Rezept von der Mama vom Freund.
Für eine Rolle, von der zwei Personen sicher 4-5 Tage von essen)

Für die Kakao-Masse außen:
160ml Wasser
100g Zucker
2,5 EL dunkles Kakaopulver
1 TL Butter oder Margarine
350-400g Butterkekse, gemahlen

Für die Kokos-Masse innen:
130-150g Kokosraspeln
100g Puderzucker
160g Butter oder Margarine
(Evtl. Wodka, evtl. Sauerrahm)

Die Mengenangaben sind nur Richtwerte. Man muss gucken, wie sich die Konsistenz anfühlt…

Für die Kakao-Masse zunächst die Butterkekse in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einer Teigrolle die Butterkekse sehr fein mahlen. Bei mir war es eigentlich nicht mal fein genug, ich habe noch minimal größere Stückchen drin. Die sind nicht schlimm, aber schöner siehts aus, wenn man keine Stückchen mehr in der Masse sieht.

Wasser und Zucker in einem Topf auf dem Herd aufkochen lassen, Butter oder Margarine dazu, diese auflösen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die gemahlenen Butterkekse nach und nach untermischen, bis sich eine richtig harte Knetmasse gebildet hat. Die sollte gerade noch so weich sein, dass man sie danach auf ein Backpapier erst mit den Händen ausklopfen und dann ausrollen kann. Dabei sollte ein Rechteck entstehen, bei mir hatte das ca. 22x33cm.

Für die Kokos-Masse die Kokosraspeln mit Puderzucker und Butter oder Margarine mischen und mit den Händen zu einer einzigen Masse verarbeiten. Wer mag kann etwas Wodka dazu tun oder etwas Sauerrahm, finde ich beides aber nicht nötig.
Bei den Kokos-Raspeln gibt es da übrigens besser und schlechter geeignete… meine von Alnatura finde ich nicht so geeignet, die sind sehr knusprig, was ansich toll ist, aber in der Rolle ist es schöner, wenn sie etwas weicher sind.

Nun die Kokos-Masse auf einem Teil der Kakao-Masse verteilen und alles zu einer Rolle aufrollen und vor dem Servieren noch eine Zeit lang in den Kühlschrank geben. Danach im Kühlschrank einfach in dem Backpapier eingewickelt lagern.

Update: Nach 2 Tagen ist die Rolle perfekt, von der Konsistenz und vom Geschmack. Dann kann man auch die Alnatura-Kokosraspeln ohne weiteres nehmen. Wenn ihr die nachmacht, bitte wirklich 1-2 Tage bevor ihr sie essen wollt, das warten lohnt sich!

Doku Empfehlung: Bittere Ernte – Preis des billigen Kaffees

„Kaffee: einst Luxusprodukt, heute in jedem Discounter günstig zu haben. Woran liegt das? Die NDR Reportage sucht Antworten.“ (Quelle: ardmediathek.de)

Update: Der Link zur ARD geht nicht mehr, auf Youtube findet man sie aber.

Unter anderem wird gezeigt, dass der Einsatz von Pestiziden alle anderen Pflanzen auf den Kaffeefeldern zerstört, damit Maschinen zwischen den Pflanzen fahren können, welche die „teuren“ Erntehelfer ersetzen sollen.
Zum Einsatz kommt in Brasilien auch „Endosulfan“, was in der EU seit 2005 verboten ist. In Brasilien hat man die Menschen damit noch 8 Jahre länger vergiftet, da ist es erst ab 2013 verboten.
Kleiner Auszug aus Wikipedia zu Endosulfan:

Endosulfan ist eines der giftigsten Pestizide, die heute noch auf dem Markt sind. Es ist eine östrogen wirkende Verbindung, welche dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflusst und Entwicklungsstörungen bei Föten von Tieren und Menschen verursachen kann. Ein Krebsrisiko wird diskutiert.

Endosulfan ist ein Nervengift für Insekten, aber auch für Säugetiere, also auch für den Menschen. (…)
Diese physiologische Wirkweise macht Endosulfan zu einem Nervengift. Die Symptome einer akuten Vergiftung sind Hyperaktivität, Zittern, Krämpfe, der Koordinationsverlust, Atemnot, Übelkeit und Brechreiz. In schweren Fällen treten dann Bewusstlosigkeit und der Tod ein; es sind Fälle beschrieben worden, dass bei Menschen der Tod nach einer Dosis von weniger als 35 mg/kg eingetreten ist.

Die Arbeiter haben die Gifte bis vor einigen Jahren noch ohne Schutzanzüge ausgebracht. Heute tragen sie zwar Anzüge, trinken aber Wasser aus den Bächen neben und unter den Feldern…
Zum Trocknen ausgelegte Kaffee-Kirschen werden dann noch mit Fungiziden behandelt. Die Schale wird zwar danach entfernt, trotzdem ist auch im Rohkaffee ein Chemie-Cocktail enthalten, bei dem die einzelnen Werte unter den Grenzwerten liegen. Über die Menge dessen, wieviel insgesamt an Gift durch die Zusammenstellung der einzelnen Gifte enthalten sein darf, dafür gibt es keine Grenzwerte. Und ich nehme an, wie die ganzen Gifte dann zusammen als Cocktail wirken, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, davon hat man eh keine Ahnung. Bei der Röstung wird dann wohl ein Teil der Gifte abgebaut. Juhu.

Der Bio-faire Kaffee von einem Feld in Brasilien, was am Ende der Dokumentation gezeigt wird, ist übrigens in Ordnung!

Etwas mehr Geld ausgeben, bio-fairen Kaffee kaufen, die Arbeiter schützen, die Umwelt schützen, sich selbst schützen.
In Deutschland kriegt man Bio-fairen Kaffee zB im Lidl und im Rewe. In Österreich zB im Spar. Man muss nicht mal mehr in Bio- oder Weltläden um „guten“ Kaffee zu kaufen.

Wer mehr über Pestizide etc erfahren möchte, dem sei dringendst diese Dokumentation über Monsanto ans Herz gelegt: Monsanto – Mit Gift und Genen.

Update: Hier noch eine Dokumentation über Kaffee: Black Gold (auf englisch).
Eine Szene, die ich besonders eindrucksvoll finde, ist, wo der Sohn eines Kaffee-Bauers erzählt, warum er nicht Kaffee-Bauer werden möchte (ca. ab Minute 30): Weil der Großvater nur einen minimalen Lohn bekommen hat, weil der Vater, der sich seinen Rücken kaputt macht, keinen fairen Preis für den Kaffee bekommt und nicht genug verdient, um die Bedürfnisse seiner Familie zu befriedigen. Wenn er selbst genügend Ressourcen sammeln und sein Vater ihn unterstützen kann, möchte er eine Ausbildung machen, um ein besseres Leben zu haben und seinem Land und der Bevölkerung zu dienen. Wenn er die nötige Ausbildung bekommt, möchte er Doktor werden, aber er würde alles machen. Was er macht, das läge in den Händen Gottes. – Ob man an Gott glaubt oder nicht. Das liegt nicht in Gottes Händen, sondern in unseren. Wenn wir keinen billigen Kaffee mehr kaufen, sondern fairen, dann müssen die Unternehmen ihre Strategien überdenken und den Bauern mehr Geld zahlen. Solange wir billigen Kaffee kaufen, unterstützen wir die Unternehmen darin, die Bauern auszubeuten und in der Armut zu belassen.

Himbeerrolle

Himbeerrolle

Das tolle an Biskuitrollen ist, dass der Biskuit nur 10 Minuten Vorbereitung und 10 Minuten Backzeit braucht.
Während der dann auskühlt, kann man sich in Ruhe um die Füllung kümmern und mit minimalem Aufwand hat man dann was leckeres für die nächsten 2-3 Tage, wenn man zu zweit davon isst : )

Für den Biskuit:
3 Eier (L)
65g Zucker
1P. Vanillezucker
80g Mehl
0,5P. Backpulver

Für die Himbeerfüllung:
400ml Sahne
200g TK-Himbeeren
4 TL San Apart oder 2 P. Sahnesteif
40g Puderzucker
1 P. Vanillezucker

Für den Biskuit die Eier in einer Minute auf höchster Stufe schaumig schlagen, 65g Zucker und 1P. Vanillezucker in einer Minute unterrühren und 2 weitere Minuten schlagen (alles auf höchster Stufe). 80g Mehl und ein halbes Päckchen Backpulver auf die Eiermasse sieben und mit niedrigster Stufe unterrühren. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und bei 180° Ober-/Unterhitze ca. 10 Min backen.

Relativ schnell nach dem backen den Biskuitboden kopfüber auf ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch geben, das Backpapier abziehen (sollte es sich nicht gut abziehen lassen, dann mit einem nassen Schwamm einmal über das Backpapier streichen, dann gehts besser) und den Boden mit dem Geschirrtuch locker aufrollen und auskühlen lassen.

Für die Himbeerfüllung die TK-Himbeeren auftauen.
Die Sahne mit San Apart oder Sahnesteif, Puder- und Vanillezucker steif schlagen.
Die Himbeeren durch ein Sieb auf die Sahnemasse pressen, sodass die Kerne im Sieb bleiben und der Himbeersaft in der Sahne landet. Dauert etwas länger und ist etwas mühsamer, dafür kriegt man tolle rosa Sahne und man muss sich beim essen nicht über die Kerne ärgern. Den Himbeersaft dann mit einem Teigschaber unter die Sahne heben, gut vermischen.
Den Biskuit entrollen, die Himbeer-Sahne der Länge nach ca. bis zur Hälfte des Teiges darauf verteilen, den Biskuit wieder aufrollen, dabei das Geschirrtuch abziehen.

Evtl. mit Puderzucker bestreuen. Ich hab beim servieren vorher Kokosraspeln auf den Teller gestreut. Wollte eigentlich Kokosmilch mit in die Sahne geben, aber dafür hätt ich die mit Agartine aufkochen wollen und dann wärs eben nicht so schnell gegangen, wie ich es haben wollte. Und nachdem Kokos und Himbeeren aber so toll zusammen sind, gabs Kokos halt so dazu : )

Nudeln mit getrockneten Tomaten, Oliven

Nudeln Oliven getr Tomaten

(Für 2 Personen)

250g Linguine
1 kl. Zwiebel
1 dicke Knoblauchzehe
40-50g getrocknete Tomaten8-10 grüne Oliven
350g passierte Tomaten
8 Cocktailtomaten
Salz, Pfeffer, Zucker
Basilikum
Olivenöl

Zwiebel, Knoblauch und getrocknete Tomaten fein schneiden. Frische Tomaten und Oliven grob schneiden.
Die Zwiebel in etwas Olivenöl ca. 2 Minuten andünsten, dann den Knoblauch und die getrockneten Tomaten dazu geben, 2 weitere Minuten dünsten, danach die passierten Tomaten zusammen mit den frischen Tomaten und den Oliven dazu geben. Hitze niedrig stellen und köcheln lassen. In der Zeit die Nudeln kochen.
Kurz vor Ende der Kochzeit der Nudeln frischen Basilikum zur Sauce geben, mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.
Fertig gekochte Nudeln zur Sauce geben, evtl. vorher 1-2 EL Nudelwasser in die Sauce rühren, damit sie geschmeidiger wird.

Doku Empfehlung: „Ausgeliefert. Leiharbeiter bei Amazon“

„Jedes Jahr zur Hochsaison wirbt Amazon Deutschland tausende Wanderarbeiter aus dem Ausland an. Für viele Spanier ist der Ruf nach Deutschland in Zeiten der Eurokrise wie ein Lottogewinn.
Was die Arbeiter tatsächlich erwartet, ist eine böse Überraschung. Nicht Amazon legt ihnen in Deutschland einen Vertrag vor, sondern eine Leiharbeitsfirma. Deutlich weniger Lohn als bei der Anwerbung in Spanien versprochen, nach Feierabend stundenlanges Warten auf den überfüllten Bus, der sie über zig Kilometer Autobahn in ihre Unterkunft bringen soll. Sie leben zu zweit auf engstem Raum in einem zu dieser Jahreszeit verlassenen Ferienpark.
Hier führt ein Sicherheitsdienst ein Regime, das auf Einschüchterung setzt und immer wieder in die Privatsphäre der Arbeiter eindringt. Wer sich wehrt, fliegt raus. Fristlos.“ (Quelle: daserste.de, siehe http://tinyurl.com/d93fhgz)

Am Mittwoch lief in der ARD eine Dokumentation über die Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter bei Amazon.
Ich hab mein Konto zwar schon Ende 2010 gelöscht, nachdem Amazon seine Vertragsbeziehungen mit Wikileaks gekündigt hatte, aber seitdem überlege ich immer wieder daran mir doch wieder ein Konto zu holen, weil Amazon so unglaublich praktisch und unglaublich günstig ist.
Nach dieser Dokumentation weiß ich, wieso ich definitiv KEIN Konto bei Amazon haben möchte.
Es ist zwar eine Frechheit, dass sowas in Deutschland überhaupt möglich ist und in erster Linie ist dafür die deutsche Politik zuständig, aber genauso wie ich denke, dass wir VerbraucherInnen eine Eigenverantwortung tragen, tragen auch die großen Konzerne eine Eigenverantwortung, bis dass die Politik die entsprechenden Weichen stellt.

Wer sich dafür interessiert, die Dokumentation gibt es auf Youtube.
Bei Wikipedia finden sich dazu noch diverse andere Kontroversen in Bezug auf Amazon.
Wenn man sein Konto bei Amazon löscht, kann man ihnen eine Email schreiben, wieso man das tut. Damit hat man zumindest die Möglichkeit, den Firmen zu zeigen, dass man solche Bedingungen nicht unterstützen möchte und sich andere Bedingungen wünscht.

Sesamtofu mit Satésauce, Brokkoli und Reis

Sesamtofu mit Satésauce und Brokkoli

(Aus der Schrot und Korn, 3 / 2009)

Für die Satésauce:
4 gehäufte EL Erdnussbutter (bei mir Erdnusscreme Crunchy von Alnatura)
400 ml Kokosmilch
2 Knoblauchzehen
2 TL frisch gepresster Ingwer
¼–½ TL Chiliflocken
2–3 TL brauner Zucker
(4 EL Korianderblätter, gehackt. Hatte ich keine)

500g Natur-Tofu
4 EL Sojasauce
2 EL Sesamöl (bei mir Kokosöl)
2 EL Sesam
2 Brokkoliköpfe à etwa 350 g, geputzt, in Röschen zerteilt
1 große Tasse Basmati-Reis (im Original ohne Reis)

Den Tofu abgießen, mit Haushaltspapier abtupfen und in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden, diese dann auf einen großen Teller legen, mit Sojasauce begießen und den Tofu darin wenden.
Laut Originalrezept wird dann das Sesamöl unterm Grill geröstet, bevor man den Tofu darin grillt. Da mein Sesamöl nicht stark erhitzt werden soll, habe ich eine Tarteform mit Kokosöl gefettet, diese dann im Backofen auf mittlerer Schiene auf 220° Umluft erhitzt, dann den Tofu darauf gelegt. Den Tofu 10 Minuten darin backen, dann mit Sesam bestreuen, den Tofu umdrehen, nochmal mit Sesam bestreuen und für weitere 10 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den Reis und den Brokkoli kochen.
Für die Satésauce die Erdnussbutter in einen Topf geben, Kokosmilch einrühren, Knoblauch und Ingwer dazu pressen, mit Chiliflocken würzen, erhitzen, mit Zucker abschmecken.

Brokkoli, Reis und Tofu auf einen Teller geben, mit der Satésauce übergießen und ich hab dann noch nicht erhitztes Sesamöl darüber gegeben.

Dinkelvollkornbrot

Dinkelvollkornbrot

Ich meinte gestern noch zu der Mama vom Freund, dass ich nicht so sehr auf Dinkel-Gebäck stehe. Ich habe aber noch 4 Packungen Dinkelvollkornmehl von meiner Mama hier stehen, was ich normalerweise nur dazu verwende, um die Arbeitsfläche zu mehlen. Heute wollte ich ein Brot backen und dachte dann, dass ich Brot noch gar nicht aus Dinkel gemacht habe, sondern nur Kuchen und Kekse, weshalb ich mich für ein Dinkelbrot entscheid. Es ist tatsächlich sehr gut, es hat eine extrem knackige tolle Kruste und noch dazu keine Gehzeit, wie traumhaft ist das denn?! Das wird es sicher öfter geben!

(Von Vegetarian Diaries)

400g Dinkelvollkornmehl
150g Weizenvollkormehl (bei mir leider nur normales Weizenmehl Type 1050. Bei gleicher Wassermenge braucht man davon etwas mehr Mehl als beim Vollkornmehl)
50g Sonnenblumenkerne
40g Sesam
15g Leinsamen
2Tl Salz
2Tl Brotgewürz
500ml Wasser
42g frische Hefe

Den Herd auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die beiden Mehlsorten mit Sonnenblumenkernen, Sesam, Leinsamen, Salz und Brotgewürz mischen. Die Hefe in lauwarmes Wasser bröseln, mit einer Gabel umrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Hefe-Wasser zum Mehlgemisch geben und mit der Küchenmaschine ca. 10 Minuten zu einem zähflüssigen, etwas klebrigen Teig verarbeiten, der sich nicht so toll als Klumpen vom Schüsselrand löst, wie es sonst bei „meinen“ Hefe-Teigen so ist.
Den Teig dann in eine große Kuchen-Kastenform füllen. Ich habe den Boden der Form vorher mit einer Müsli-Mischung ausgestreut (Weizen-, Hafer-, Rggen-, Gersten-, Reisflocken, Buchweizen, Sonnenblumenkerne und Sesam. Wenn schon Vollkorn, dann ruhig noch ein bisschen gesünder). Mit etwas Mehl bestreuen, dann lässt es sich glatter streichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200° Ober-/Unterhitze ca. 55 Minuten backen.

Ich werde das nächste Mal das Brot in einer kleinen Backform backen und nur die Hälfte nehmen, es trocknet mMn recht schnell aus.